Wie Seifenblasen
Letzten Endes ist ein menschliches Leben auch nicht mehr als eine Seifenblase, ein Luftballon und nicht mehr als Schall und Rauch. Es ist nur etwas haltbarer. Aber es ist auch fragil, endlich und vergänglich.
Selbst die so genannten Celebrities, VIPs oder Prominenten, jene herausragenden Persönlichkeiten, Ausnahmetalente, Idole, Tycoone, Superreichen, Stars und Leistungsträger, kurz die Schar all derjenigen, die - weithin bekannt und geachtet - Lexica, Jahr- und Geschichtsbücher bevölkern, bei Suchmaschinen und Wikipedia Erwähnung finden und über deren Leben Bücher geschrieben und Filme gedreht wurden, auch ihre Aufenthaltsdauer ist letztlich begrenzt. Sie gehen kometenhaft auf, haben ihren Erfolg, ihren Ruhm, ihren Einfluss, werden kurz vor Schluss noch für ihr Lebenswerk geehrt, häufen Reichtum an. Aber auch sie altern, welken und vergehen, verlieren den Nimbus, die Ausstrahlung und den Status, den sie einst zu ihrer Blütezeit hatten. Was von ihnen bleibt, sind allenfalls Daten, Zeugnisse, Erinnerungen und Hinterlassenschaften. Sie selbst aber verschwinden ersatzlos, trotz und gerade wegen ihrer Einzigartigkeit.
Wozu
das alles? Wozu Ehrgeiz, Karriere, Coaching, "Chakka"? Nur,
um sich noch über den Tod hinaus einander im Pomp der Grabmale und
in den Chroniken ihrer Verdienste zu überbieten, einem fragwürdigen "Fortschritt" verpflichtet? Besser zu sein als
alle anderen und sie alle zu übertrumpfen und hinter sich zu lassen, ist
das der Sinn? Alles hinter uns zu lassen, wird allerdings uns allen
eines Tages gelingen, zwangsläufig und mit tödlicher Sicherheit.