Quellenangabe Musik: audiohub memories of childhood
Eine
schöne junge Frau in einer schönen Landschaft bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Ein Idyll, eine einfache, beschauliche Szene, geprägt von Anmut,
Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Zeitlupe und Musik versetzen uns in eine idealisierte Traumwelt, eine entlegene, heil scheinende Welt.
Ich widerstehe dem Impuls, mich erklären und rechtfertigen zu wollen gegenüber Menschen, die das nicht verstehen oder darin gar Abgründiges entdecken zu können glauben. Das Model ist volljährig, vollständig bekleidet. Ich habe einen
Vertrag mit ihm geschlossen und es hat von mir das darin vereinbarte
Honorar erhalten. Die Zusammenarbeit war sehr angenehm, der Umgang miteinander offen, entspannt, respektvoll und in jeder Hinsicht zurückhaltend und seriös. Es war ein schöner Nachmittag! Was
darf man heutzutage eigentlich noch denken, sagen und tun, ohne dass
irgend jemand etwas daran auszusetzen hat oder böse Absichten unterstellt?
Gedreht habe ich das Video am 31. August 2019 mit Nina. Es war der letzte warme und sonnige Tag im Sommer jenes Jahres. Fast wäre es nicht mehr zum Shooting gekommen, weil es schon später Nachmittag war und das Model noch hatte arbeiten müssen.
Der Zeitpunkt des Videodrehs markiert für mich auch die in den letzten Jahren immer wieder
bemühte Zeitenwende. Es gab noch kein Corona, kein Hochwasser an der
Ahr, keinen Ukraine-Krieg, keine Energiekrise und keine Inflation.
Und: Meine Frau lebte noch.
Niemand ahnte, was auf uns zukommen würde. Ein unbekümmertes Video also in unbekümmerten Zeiten. So mischt sich bei der Betrachtung dieses Videos in die Genugtuung, eine Idee verwirklicht zu haben, nicht nur der Ärger über das Unverständnis Einzelner, sondern auch eine gewisse Wehmut über das, was seitdem unwiederbringlich verloren gegangen ist.